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3.-10.09.2017 - Emder Schüler in Israel - siehe in: Exkursionen 2017

Eine Reise nach Lodz Projekt mit BBS II Emden, www.emden-lodz.de

Stolpersteine auf der Homepage der Stadt Emden, www.emden.de                                 

Letzte Änderung
September 30. 2017 18:02:19
Aktuelle Seite: Start > Stolpersteine > Presse

Presse

25. "Flucht in den Tod" vor entwürdigenden Umständen
Almut Holler erzählt von den Schicksalen jüdischer Familien in Norden
Ostfriesischer Kurier vom 19.03.2016                         OK 19.03.2016



24. Verfolgt und aus der Norder Heimat vertrieben
Almut Holler berichtet über Schicksale der jüdischen Familien Löwenstein und Speier
Ostfriesischer Kurier vom 18.3.2016                           OK 18.03.2016



23. Erhängt, erschossen oder medizinischen Versuchén ausgesetzt
Almut Holler hat zu dem tragischen Schicksal der Familie Altgenug recherchiert
Ostfriesischer Kurier vom 17.03.2016                         OK 17.03.2016

22. Schicksale jüdischer Familien in Norden
In der Stadt werden 24 Stolpersteine verlegt - Arbeitskreis Synagogenweg erzählt die Geschichten
Ostfriesischer Kurier vom 16.03.2016 
                      OK 16.03.2016.1     OK 1603.2016.2


21. Stolpersteine für Emder Nazi-Opfer verlegt
19 weitere Stolpersteine erinnern seit gestern an die Emder, die Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden.
Ostfriesen-Zeitung vom 30.09.2014                           OZ 30.09.2014


20. Gedenk-Netzwerk wächst weiter
Künstler Gunter demnig verlegte gestern wieder Solpersteine in der Stadt
Emder Zeitung vom 30. September 2014                   EZ 30.09.2014


19. Nicht nur Mord zerstörte das Leben
Stolperstein-Verlegung erinnert unter anderem an die Emder Kaufmannsfamilie Valk
Ostfriesen-Zeitung vom 26.09.2014                            OZ- 26.09.2014


18. Stadtteil Friesland erhält erste Stolpersteine
Künstler Demnig verlegt weitere 19 Stolpersteine in Emden.
Emder Zeitung vom 19.09.2014                                    EZ 19.09.2014


17. "Detektivarbeit gegen das Vergessen"
Am 29. September werden die nächsten Stolpersteine in der Stadt Emden verlegt.
Emder Zeitung vom 13.09.2014                                    EZ 13.09.2014



16. "Mosaik der Stolpersteine reicht nun bis nach Barenburg"   
Gunter Demnig verlegte 33 weitere Stolpersteine zum Gedenken an Emder NS-Opfer.
Emder Zeitung vom 17.07.2014                                   EZ 17.07.2014


15. "Man wußte: Die kommen nicht wieder."  
Weitere Stolpersteine im Emder Stadtgebiet verlegt / Gedenken an Opfer des NS-Regimes 
Ostfriesenzeitung vom 17.07.2014                             OZ 17.07.2014


14. Bald sind es mehr als 100 Stolpersteine
Die vierte Aktion mit dem Künstler Gunter Demnig ist am 16. Juli. Von Heiner Schröder
Ostfriesenzeitung vom 3.7.2014                                 OZ 03.07.2014


13. Neue Stolpersteine gegen das Vergessen in Emden

Arbeitskreis setzt Aktion mit dem Berliner Künstler Gunter Demnig fort.                                                 
Emder Zeitung vom 24.06. 2014                                EZ 24.06.2014


12. Neue Steine im "Netzwerk des Gedenkens"

Gestern dritte Emder Stolperstein-Aktion mit Künstler Gunter Demnig diesmal auch mitten in der Stadt.
Emder Zeitung vom 08.10.2013                               EZ 08.10.2013



11. Mit 29 Jahren standrechtlich erschossen

In Emden sind 24 weitere Gedenksteine verlegt worden / Einer erinnert an Ulfert Janssen                                                   Ostfriesenzeitung vom 08.10.2013                          OZ 08.10.2013



10. Norder Schüler putzen Stolpersteine

Ein besonderes Projekt des Ulrichsgymnasiums Norden
Ostfriesischer Kurier vom 12.06.2013                     OK-12.06.2013


9. Stolperstein-Schicksale sind nun im Internet nachzulesen

Weitere 30 Gedenksteine für Emder Opfer des Nazi-Regimes könnten Ende Mai in Transvaal und im Faldernviertel verlegt werden.
Von EZ-Redakteurin GABY WOLF
Emder Zeitung vom 21.12.2012                             EZ-21.12.2012


8. Die ersten 25 Stolpersteine für Emden

Im Faldernviertel wurden gestern die Namen von Opfern
des Nazi-Regimes ins Gehwegpflaster eingelassen.
Von EZ-Redakteurin GABY WOLF  
Emder Zeitung vom 16.10.2012                               EZ-16.10.2012


7. An 25 Stellen über Geschichte stolpern

Aktion zum Gedenken an Opfer des Faschismus’ gestartetIn Emden wurden gestern
die ersten Stolpersteine verlegt. Weitere sollen im kommenden Frühjahr folgen.
VON UTE KABERNAGEL
Ostfriesenzeitung vom 16.10.2012                           OZ-16.10.2012


6. Die ersten 25 Stolpersteine werden gesetzt

OZ - 08.10.2012, von Heiner Schröder


Der Künstler Gunter Demnig erinnert damit an die Nazi-Opfer. Er fängt am 15. Oktober in der Brückstraße an. Um diese spezielle Form der Erinnerung an Menschen, die im Dritten Reich umgebracht worden sind, hat es viele Diskussionen in Emden gegeben.

Emden - Lange war in Emden darüber diskutiert worden, ob in Gehwege und Straßen eingelassene Stolpersteine die angemessene Form der Erinnerung an die Emder Opfer des Nationalsozialismus sind. Jetzt ging alles ganz schnell: Am 15. Oktober kommt der Künstler Gunter Demnig, der die Stolpersteine erfunden hat. Er wird die ersten 25 Emder Stolpersteine setzen. Den Beginn macht das Faldernviertel. Jeder Stolperstein trägt den Namen eines Naziopfers und wird genau an der Stelle in das Pflaster eingelassen, an der der Mann oder die Frau vor dem Tod oder der Deportation in Emden gelebt hatte. Zu Beginn der Debatte ging es vorrangig um die Juden, die von den Nationalsozialisten umgebracht worden sind. In der langen Diskussion um die Stolpersteine kam es schließlich zu der Entscheidung, alle Opfergruppen einzubeziehen – also auch politische Verfolgte, Behinderte, Homosexuelle oder andere.

Bei einer ersten Übersicht waren die Namen von 760 Emder Opfern der Nationalsozialisten zusammengetragen worden. Mittlerweile ist die Liste auf mehr als 1000 Namen angewachsen. Ursprünglich hatte sich der Arbeitskreis Stolpersteine Emden, der das Vorhaben beharrlich verfolgte, zehn Jahre Zeit nehmen wollen, um alle Opfer zu würdigen. Angesichts der großen Zahl wird es wohl noch etwas länger dauern.

Jeder Stolperstein benötigt einen Geldgeber

Am 15. Oktober treffen sich alle Interessierten – darunter zwei Schulklassen der Berufsbildenden Schulen in Emden – um 8.50 Uhr vor dem Landesmuseum, um dabei zu sein, wenn Demnig in der Brückstraße die ersten Steine ins Pflaster einlässt. Der Künstler wird dann an weiteren sechs Stellen in Emden die übrigen Steine verlegen. Die nächsten Verlegaktionen folgen in loser Reihenfolge. Das hängt davon ab, wie Demnig Zeit hat – seine Stolpersteine gibt es schon an 500 Orten in Deutschland – und wie viele Sponsoren sich finden. Jeder Stolperstein benötigt nämlich einen Geldgeber, der die Kosten in Höhe von 120 Euro trägt. Das sei aber das kleinste Problem, heißt es im Arbeitskreis.

In ostfriesischen Städten wie Aurich und Norden sind schon zahlreiche Stolpersteine verlegt worden. In Emden wehrte sich die Stadtverwaltung lange Zeit dagegen, weil sie befürchtete, dass die anderen Gedenkstätten für die Opfer der Nationalsozialisten dadurch entwertet würden. Außerdem wies man darauf hin, dass viele Häuser, in denen die Opfer zuletzt lebten, gar nicht mehr stehen. Teilweise seinen nicht einmal mehr die Straßen da. Letztlich machten aber alle Ratsfraktionen Druck, so dass die Verwaltung sich fügen musste. Der Beginn der Stolpersteine-Aktion wird am Tag vor der Verlegeaktion, am Sonntag, mit einem kleinen Empfang im Forum der Volkshochschule gefeiert. Ab 19 Uhr wird Demnig dann bei einem öffentlichen Filmvortrag seine künstlerische Arbeit und die Entwicklung der Stolpersteine vorstellen.

Ostfriesenzeitung vom Dienstag, 09.10.2012


5. Stolpersteine kommen im Herbst

GESCHICHTE Projekt zum Gedenken an Opfer des Naziregimes nimmt Formen an. Die Stadt will das Vorhaben unterstützen. Sie fördert die Stelle eines Koordinators. VON HEIKO MÜLLER

Nach langen Diskussionen werden voraussichtlich Mitte Oktober die ersten Stolpersteine in Emden verlegt. Das Projekt zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, um das es seit etwa zwei Jahren geht, kommt voran.  „Wir gehen jetzt in die konkrete Arbeitsphase“, sagte Renate Skoruppa am Donnerstag im Kulturausschuss des Emder Rates. Skoruppa ist eine der Sprecherinnen des Arbeitskreises Stolpersteine Emden, der sich auf Initiative der Stadt im Februar bildete.  Ihm gehören Vertreter von vielen Organisationen, Verbänden und Vereinen an. Die Gruppe hat bereits Kontakt zu dem Künstler Gunter Demnig aufgenommen. Er hat die Stolpersteine erfunden. Es handelt sich dabei um Messingblöcke in der Größe eines Pflastersteins, die in das Pflaster eingebaut werden.  Sie sollen die Namen von Emdern tragen, die zwischen 1933 und 1945 Opfer des NS-Regimes wurden, und dort platziert werden, wo diese Menschen wohnten. Erinnert werden soll nicht nur an Juden, sondern auch an andere Opfergruppen. Dazu gehören Behinderte, Homosexuelle, Zwangssterilisierte oder aus religiösen Gründen Verfolgte. Nach Angaben von Skoruppa bilden sich zurzeit innerhalb des Arbeitskreises Gruppen,  die Daten recherchierten, Biografien erstellen oder Gespräche mit Angehörigen und Hauseigentümern führen. Es müsse auch eine günstige und machbare Route mit den letzten Wohnorten der NS-Opfer gefunden werden, auf der die Stolpersteine verlegt werden. An sieben Punkten der Stadt sollen jeweils zwischen 20 und 24 Gedenksteine gesetzt werden. Die Steine sollen ausschließlich durch Spenden finanziert werden. „Erste Paten haben sich schon gefunden“, sagte Skoruppa. Die Stadtverwaltung, die das Projekt anfangs skeptisch bewertete und zunächst zögerlich auf die ersten Vorstöße reagierte, will das Projekt unterstützen. Der Kulturausschuss segnete dazu einen Vorschlag von Stadtbaurat Andreas Docter ab. Demnach stellt die Stadt dem Arbeitskreis monatlich bis zu 400 Euro zur Verfügung, um damit einen hauptamtlichen Koordinator zu beschäftigen. Er soll die Geschäfte des Arbeitskreises führen. Docter hält es für besser, wenn diese Aufgaben jemand „mit Herzblut“ übernehme“, anstatt sie innerhalb der Stadtverwaltung zu delegieren. Hinzu komme, so Docter, dass die Abwicklung von Spenden über die Stadtverwaltung problematisch sei. Darüber hinaus will die Stadt auch den Internetauftritt des Arbeitskreises organisieren und betreuen sowie Räume für Treffen zur Verfügung stellen. Docter reagierte auf zwei inhaltlich übereinstimmende Anträge der Fraktionen von SPD und FDP, die sich auf einen von der Max-Windmüller-Gesellschaft erarbeiteten Organisationsplan gestützt hatten. Darin war gefordert worden, dass die Stadt das Stolpersteine-Projekt aktiv begleitet und die Geschäftsführung des Arbeitskreises erledigt. Der Vorschlag der Verwaltungsspitze weicht in einigen Punkten davon ab. Bevor der Verwaltungsausschuss des Rates – das ist das wichtigste Gremium zwischen den Ratssitzungen – endgültig entscheidet, soll der Arbeitskreis selbst noch einmal dazu Stellung nehmen. Renate Skoruppa signalisierte aber bereits Zustimmung. „Das ist in jedem Fall ein toller Schritt nach vorne“. Das nächste Treffen des Arbeitskreises ist am kommenden Dienstag.

Ansprechpartner für alle Auskünfte, Spenden und Informationen zu den Stolpersteinen sind Renate Skoruppa (Telefon 0 49 25 / 25 37), Edda Melles (Telefonnummer 0 49 21 / 5 58 44) und Tobias Rosandic (Telefon (0 49 21 / 99 88 54). Sie bilden den Koordinationsausschuss des Arbeitskreises.

Ostfriesenzeitung vom Sonnabend, 05.052012







4. Neuer Arbeitskreis sucht Sponsoren für die ersten „Stolpersteine”

Das Gremium hat sich vor wenigen Tagen gegründet.

Emden. Ein neuer Arbeitskreis sucht Sponsoren für die ersten „Stolpersteine” in der Stadt. Sponsoren übernehmen die Patenschaften. Jeder Stein kostet 120 Euro. Mit diesem Projekt soll auf besondere Weise der Opfer des Nazi-Regimes gedacht werden. Die künstlerisch gestalteten Steine sollen dort gesetzt werden, wo sich der letzte Wohnort des betreffenden Opfers befand. Eine Initiative hatte die Idee im vergangenen Jahr angeschoben. Die Max-Windmüller-Gesellschaft (früher: Arbeitskreis Juden in Emden) richtet ein Sonderkonto ein. Der Arbeitskreis erwartet einen schnellen Beginn des Projektes, da die Anträge der Fraktionen auf Unterstützung des Arbeitskreises seitens der Stadt im Mai behandelt werden sollen, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Arbeitskreis sind verschiedene Gruppierungen vertreten: Max-Windmüller-Gesellschaft, Ubbo-Emmius-Gesellschaft, Verein der Verfolgten des Nazi-Regimes/Bund der Antifaschisten (VVNBDA), verschiedene Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und andere. Man werde sich mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der die Steine gestaltet, in Verbindung setzen, um die Verlegung der ersten Steine noch in diesem Jahr vorzubereiten. Die Emder Bürger sind aufgerufen, bei der Recherche zu folgenden Opfergruppen mitzuhelfen: Euthanasieopfer, Homosexuelle, Zwangssterilisierte, aus religiösen Gründen Verfolgte, Bibelforscher (Zeugen Jehova), sogenannte Asoziale und aus politischen Gründen Verfolgte. Der Arbeitskreis wird nach außen von Edda Melles (Max-Windmüller-Gesellschaft), Renate Skoruppa (Ubbo-Emmius-Gesellschaft) und Tobias Rosandic (VVNBDA) vertreten.        Alle drei stehen für Fragen zur Verfügung (S 04921/55844, 04925/2537, 04921/998854). 


Emder Zeitung vom Freitag, 16. März 2012                                                               EZ - 16.03.2012





3. SPD und FDP für Stolpersteine

GESCHICHTE Windmüller-Gesellschaft soll Arbeit aufnehmen

EMDEN /OZ - Die Fraktionen von SPD und FDP haben gestern in unterschiedlichen Anträgen einen neuen Anlauf gemacht, Stolpersteine zur Erinnerung an die ehemaligen Emder Juden verlegen zu lassen. Sie fordern, dass die Stadt Emden die Aufgaben wahrnimmt, die die Max-Windmüller Gesellschaft in einem Organisationsplan formuliert hat. Die Verwaltung soll nach den Vorstellungen der beiden Fraktionen im nächsten Kulturausschuss des Emder Rates einen Bericht vorlegen und das Vorhaben der Gesellschaft „mit aller Kraft“ unterstützen. Seit Monaten wird in Emden über die Stolpersteine diskutiert. Nach dem Vorbild vieler deutscher Städte sollen Stolpersteine vor den ehemaligen Häusern oder Einrichtungen von Juden verlegt werden. Sie erinnern an die Menschen, die dort bis zu ihrer Vertreibung oder Ermordung gelebt haben. In Aurich und Norden ist das bereits gemacht worden. In Emden hat die Verwaltung Bedenken, die aber die Ratsfraktionen nicht nachvollziehen können. Die Windmüller-Gesellschaft fordert unter anderem, dass die Stadt Emden eine Homepage zu dem Thema einrichtet, die Geschäftsführung der „Arbeitsgruppe Stolpersteine“ übernimmt und die Verlegung der Steine gemeinsam mit dem Künstler Günther Demnik organisiert.


Ostfriesenzeitung vom Donnerstag, 02.03.2012                                                           OZ - 02.03.2012




2. Chance auf ersten Stolperstein im Juli

MAHNMALE - Stadt Emden stellte Konzept zur Umsetzung des Gedenkprojektes für NS-Opfer vor

Die Politik begrüßte die Ankündigung und sprach von einem Sinneswandel in der Verwaltung. VON UTE KABERNAGEL

2010 wird in Emden über Stolpersteine diskutiert, jetzt kommt Bewegung in die Sache: Die Stadtverwaltung hat ein Konzept vorgelegt, wie das Projekt zum Gedenken die Opfer des Nationalsozialismus umgesetzt werden könnte. Wichtigstes Element ist ehrenamtliches Engagement. Das machte Stadtbaurat Andreas Docter am Dienstagabend im Kulturausschuss noch einmal deutlich. Läuft alles wie geplant, könnte im kommenden Juli der erste Stolperstein verlegt werden. Davor gibt es noch viel zu tun. Die kleinste Hürde: Der Rat muss sein Okay geben. Da alle Fraktionen hinter dem Projekt stehen, wird das kein Problem sein. Parallel dazu müsste sich ein ehrenamtlicher Arbeitskreis bilden, um das Vorhaben umzusetzen. Zu den Aufgaben zählen unter anderem: Weitere Opfer recherchieren – bislang sind 560 bekannt –, Spender für die Stolpersteine finden, die Verlegung sowie Pflege organisieren. In anderen Städten, wo das Projekt läuft, werden im Schnitt jährlich 20 Gedenkblöcke aus Messing ins Straßenpflaster eingelassen, sagte Docter. Die ersten Spender für Emden gibt es bereits: Hillgriet Eilers von der FDP erklärte im Ausschuss, dass jedes Mitglied ihrer Fraktion einen Stein stiften werde. Zurück zum Arbeitskreis. Den Grundstock bilden laut Konzept Organisationen, die mit dem Thema NS-Opfer vertraut sind. Die Max Windmüller-Gesellschaft hat bereits zugesagt, dass sie sich einbringen will. Als erste und bislang einzige, wie Docter betonte. Allerdings berichtete der Vorsitzende der Max- Windmüller-Gesellschaft, Dr. Rolf Uphoff, dass auch die Ubbo-Emmius-Gesellschaft ihm gegenüber ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert habe. Nach und nach müssten sich aber noch andere Interessierte anschließen, damit das langfristige Vorhaben nicht „verpufft“ und man etwas starte, dass irgendwann im Sande verlaufe, erklärte Docter. Er sagte zu, dass die Stadt zu einem ersten Treffen einladen werde. Dort soll eine Plattform gebildet werden, die anschließend selbstständig arbeitet. Wie Uphoff deutlich machte, seien noch viele Fragen zu klären. Beispielsweise brauche man ein Büro und jemanden, der das Projekt koordiniere. Dabei bleibt die Stadt außen vor. Docter: „Nur so erfüllt das Projekt seinen Sinn.“ Mit dem vorgelegten Konzept bekunde die Verwaltung, die das Thema zunächst zögerlich behandelt habe, endlich ihren Willen, das Stolperstein-Projekt zu unterstützen, freute sich SPD Fraktionschef Hans- Dieter Haase. Auch Hilgriet Eilers sprach von einem Sinneswandel. Zwar habe man Zeit verloren, „aber jetzt sind alle mit im Boot“.

 

Ostfriesenzeitung vom Donnerstag, 15.12.2011                                                           OZ - 15.12.2011

 

   


1. Projekt „Stolpersteine” soll beginnen

Fraktionen wollen Aktion zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes forcieren.

Emden. Das langfristig angelegte Projekt „Stolpersteine” soll in Emden möglichst bald in die Tat umgesetzt werden. Das forderten im Kulturausschuss SPD, Grüne und FDP ausdrücklich.
Das Vorhaben, mit dem der Opfer des Nazi-Regimes gedacht werden soll, lief zuletzt schleppend an. Zuletzt waren unterschiedliche Bedenken vorgebracht worden gegen das Setzen von künstlerisch gestalteten „Stolpersteinen”. Sie sollen dort gesetzt werden, wo sich der letzte Wohnort des Opfers befand. Eine Initiative hatte die Idee im vergangenen Jahr angeschoben.
Gedacht werden soll nicht nur der jüdischen Opfer, sondern auch der aus religiöser, politischer und rassistischer Motivation Verfolgten. Euthanasieopfer und verfolgte Homosexuelle sind ebenfalls Teil dieser Form des Gedenkens. Das Projekt ist langfristig angelegt und soll über Patenschaften finanziert werden.
Bislang wurden 560 Namen von Opfern ermittelt, für die ein solcher Stein in der Stadt gesetzt werden soll, und zwar dort, wo die jeweiligen NS-Opfer zuletzt gewohnt haben. Eine weitere umfangreiche Recherchearbeit sei notwendig, speziell für den Bereich Euthanasieopfer und Homosexuelle, heißt es in einem Entwurf der Verwaltung, der im Ausschuss vorgelegt wurde.
Aktiv eingeschaltet hat sich inzwischen die Max-Windmüller-Gesellschaft (ehemals Arbeitskreis Juden in Emden). Deren Vorsitzender Dr. Rolf Uphoff sagte im Ausschuss, dass es jetzt zunächst darauf ankomme, eine Arbeitsplattform zu schaffen. „Wer koordiniert das Ganze? Brauchen wir spezielle Büroräume?” Die Spendenakquise müsse ebenso geregelt werden wie verschiedene organisatorische Fragen.
FDP-Ratsfrau Hillgriet Eilers regte an, dass die Ratsmitglieder mit gutem Beispiel vorangehen und jeder einen Stolperstein spenden sollte, „um das anzuschieben”.
Christine Schmidt (Grüne) sagte: „Es macht Sinn, mit den ersten Stolpersteinen zu beginnen.” Und Hans-Dieter Haase (SPD) erklärte: „Es sollte jetzt losgehen. Das sind wir uns als Emder schuldig in der Tradition als antifaschistische Stadt.”
Wenn alles gut läuft, könnte der erste Stein im Juli 2012 gesetzt werden, heißt es im Konzept. axl

Emder Zeitung vom Donnerstag, 15. Dezember 2011                                                  EZ - 15.12.2011